Übungen der Feuerwehr Buchhorst

Übung mit pneumatischen Rettungsgeräten

Aufbau Geräteablage

Am 20.03.2013 trafen sich die Kameradinnen und Kameraden der FF Buchhorst zum monatlichen Übungsabend. Thema des Abends war pneumatische Hebegeräte.

Begonnen wurde der Übungsdienst mit dem Herstellen einer Geräteablage. Alle Geräte und Armaturen die zum Hebekissensatz gehören, Rüsthölzer/Pallhölzer und weitere benötigte Geräte wurden bereitgelegt.

Im Anschluss wurden die Einsatzgrundsätze und technischen Daten wiederholt um einen einheitlichen Wissensstand zu schaffen.

Verunfallte Person

Nach dem Kurzunterricht wurde der praktische Umgang mit dem Gerät geübt. Angenommene Lage war das eine Person unter der Hinterachse eines Pritschenwagens eingeklemmt war.

Um die Person zu entlasten und um ein weiteres absacken der Last zu verhindern wurde zuerst ein Entlastungspall gesetzt.

Sicherung des Fahrzeuges

Parallel dazu wurde das Fahrzeug gegen Wegrollen gesichert. Im Anschluss entschied man sich den Wagen beidseitig mit 2 Minihebekissen anzuheben um die Person zu retten.

Die Hebekissen wurden außerhalb des Gefahrenbereiches einsatzbereit gemacht und es wurde ausreichend Pallholz und Keile zum Absichern bereitgelegt.

Kontrolle

Bei der Ausbildung kam es den Führungskräften darauf an das patientenschonend gearbeitet wurde und keine unnötige Hektik entstand.

Die Hinterachse wurde auf beiden Seiten mit Pallholz unterbaut um die maximale Hubhöhe der Hebekissen auszunutzen. Weiterhin wurden 2 weitere Palls errichtet um die Last beim Anheben zu sichern und ein unkontrolliertes Absacken, welches den Verunfallten gefährden würde, auszuschließen. Nachdem der Verunfallte unter der Last frei war, wurde er mit dem Rettungsbrett unter dem Fahrzeug gerettet.

Der Übungsabend verlief durchweg erfolgreich und zeigte das alle Mitglieder einen hohen Wissensstand beim Umgang mit Hebekissen haben.

 

Atemschutznotfalltraining

Präsentation Schlauchpaket

Am 13.02.2012 trafen sich die Kameraden und Kameradinnen der Feuerwehr Buchhorst zum Übungsabend. Das Thema des Dienstabends war Atemschutz.

Der Dienstabend begann um 19:30 Uhr mit zwei kurzen Unterrichten. Im ersten Unterricht wurde den Einsatzkräften die überarbeitete Version des Schlauchpaketes vorgestellt. Weiterhin wurde auf die Einsatztaktik, die Vornahme des Paketes und die Einsatzmöglichkeiten eingegangen. Beim zweiten Unterricht ging es um neue Löschtechniken. Hierbei wurde den Einsatzkräften das Impulslöschverfahren und die schwedische Methode (Pinseltechnik) erklärt und mit kurzen Lehrvideos anschaulich gemacht.

Diese beiden Methoden sollen dann in folgenden Übungen in der Praxis wiederholt werden um die Löschtechniken im Einsatz einsetzen zu können.

Sicherheitspack

Im Anschluss fand die praktische Ausbildung statt. Das Thema war „Atemschutznotfalltraining“. Um die Sicherheit der eingesetzten Atemschutztrupps zu erhöhen wurde ein Sicherheitstruppkonzept erstellt. Ab jetzt wird bei jedem Atemschutzeinsatz ein Sicherheitspack vom Sicherheitstrupp mitgeführt.

Nicht immer ist eine schnelle Rettung eines verunglückten Atemschutzgeräteträger möglich, deshalb muss die Versorgung mit Luft sichergestellt werden um eine geeignete Rettung der Einsatzkraft zu ermöglichen. Grundsätzlich bestehen drei Möglichkeiten einen verunfallten Atemschutzgeräteträger über das Sicherheitspack mit Atemluft zu versorgen. Die Möglichkeiten sind nach Schwierigkeitsgrad in die so genannten Ampelphasen eingeteilt.

Grüne Phase

Die grüne Phase ist die einfachste und stellt daher das Mittel der Wahl dar. Bei diesem Manöver wird die Atemluftflasche des Sicherheitspacks durch das einfache Wechseln des Lungenautomaten an den Atemanschluss des verunfallten Atemschutzgeräteträgers angeschlossen.

 

Gelbe Phase

Bei diesem Manöver wird die Mitteldruckleitung des verunfallten Atemschutzgeräteträgers getrennt und mit der Mitteldruckleitung des Reserveatemschutzgerätes verbunden.

 

Rote Phase

Bei dieser Phase wird die komplette Maske des verunglückten Atemschutzgeräteträgers gewechselt. Diese Phase ist nur im äußersten Notfall anzuwenden, da sie sehr viel Übung erfordert.

 

Gelbe Phase

Diese Phasen wurden von jedem Atemschutztrupp geübt. Der jeweils eingesetzte Trupp ist geteilt in Kopf- und Seitenhelfer. Die Trupps wechselten untereinander, so dass jedes Truppmitglied einmal als Kopf- und Seitenhelfer eingesetzt war. So wurden die einzelnen Phasen von jedem geübt. Da Dieses eine Erstausbildung war, war nur der Verunfallte PA-Träger komplett ausgerüstet. Im Vordergrund stand dass jeder Übungsteilnehmer am Ende wusste welche Handgriffe der Kopfhelfer und welche der Seitenhelfer durchzuführen hat.

Rettungswindel

Im Anschluss wurden noch kurz die Rettungstechniken mit dem Rettungstuch, mit der Schleifkorbtrage und mit der Bandschlinge durchgesprochen und einmal gezeigt.

Die an diesem Abend erlernten neuen Praktiken sollen in weiteren Atemschutzdiensten weiter gefestigt werden.

Insgesamt war dieser Übungsdienst ein deutlicher Schritt nach vorne was die Sicherheit im Atemschutzeinsatz der Feuerwehr Buchhorst angeht.

Selbstretten 13.06.2012

Selbstretten

Am 13.06.2012 trafen sich die Kameraden der Feuerwehr Buchhorst zum Übungsabend. Am heutigen Abend stand das Thema "Selbstretten" auf dem Plan, da dieses Thema beim Roten Hahn Stufe 4 mit geprüft wird. Um dieses Thema praktisch optimal zu üben fuhren die Kameraden an die Kreisfeuerwehrzentrale nach Elmenhorst. Am Übungsturm konnte die Ausbildung optimal durchgeführt werden. Es wurde eine Feuerwehrleine an einem geeigneten Festpunkt angeschlagen. Jeder Feuerwehrkamerad der sich ableinen wollte wurde zusätzlich mit der "Absturzsicherung" gesichert. Danach leinten sich die Kameraden mit ihrem Feuerwehrhaltegurt nacheinander ab. Nach anfänglichem Misstrauen wurde das Vertrauen in die Ausrüstung immer größer, so dass das Selbstretten von Durchgang zu Durchgang routinierter wurde. Die Ausbildung wurde von einem Kameraden durchgeführt der als Ausbilder für dieses Thema an der Kreisfeuerwehrzentrale tätig ist. Die Kameraden waren mit der Ausbildung sehr zufrieden, so dass der Abend ein voller Erfolg war.

Flugunfall 2012

Unfallstelle

Unter dem Motto „Flugunfall 2012“ trainierten am Sonnabend den 21.04.12 mehr als 300 Einsatzkräfte, darunter die Technische Einsatzleitung, der Löschzug Gefahrgut, zwölf Freiwillige Feuerwehren, Rettungsdienste, Notärzte, Betreuer, Sanitätsgruppen sowie die Bundespolizeiabteilung und Polizeidirektion Ratzeburg.  Angenommene Lage: Eine Passagiermaschine und ein Transportflugzeug sollten kollidiert sein. Beide Maschinen sind dann nördlich des Heidewegs auf einer Wiese gelandet. Es gibt Tote und Verletzte, Feuer und beschädigte Fässer mit Gefahrgut als Inhalt aus dem Transportflugzeug. Insgesamt haben die Organisatoren unter Regie der Bundespolizei ein Szenario auf einer Fläche von der Größe zweier Fußballfelder hergerichtet.

Löschzug Gefahrgut

Um Punkt 10 Uhr am Sonnabend gab es den Alarm für die ersten Einsatzkräfte, darunter die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Büchen. Später kamen auch Einheiten des Löschzug Gefahrgut des Kreises zum Einsatz, darunter auch Kameraden der Feuerwehr Buchhorst.

Verletztenversorgung

Als die Einsatzkräfte wenig später am Heideweg vor Ort waren, fanden sie folgende Szene vor: Eine Flugzeugattrappe qualmte, ein echte Wrack eines Transporthubschraubers war mit Übungsnebel umhüllt. Auf der Wiese lagen weit verstreut Flugzeugsitze, Kabinenschränke und Gefahrgutfässer herum. Mehr als ein halbes Jahr lang hatte ein Organisationsteam die Übung vorbereitet. Bundespolizisten fungierten als Opfer, ein Schminktrupp hatte sie mit möglichen Verletzungen „hergerichtet“.

Menschenrettung

Während Feuerwehrleute nach und nach die Verletzten aus den beiden Flugzeugen retteten – die Passagiermaschine wurde durch einen Linienbus, der mit einer großen Plane im Design eines Flugzeugs überspannt war – retten, übernahmen anrückten Helfer des Rettungsdienst die Sichtung und Versorgung der Verletzten. Die Sichtung und Beurteilung der Verletzten ist bei so einer Großschadenslage die Voraussetzung für einen reibungslose Versorgung der Opfer. Farbige Karten, die die Verletzten als Anhänger um bekamen, gaben Aufschluss über ihren Zustand. Grün steht für leicht verletzt, rot für Lebensgefahr – und blau für Tote oder Verletzte, deren Verletzungen nicht mehr mit dem Leben zu vereinbaren sind. Eine schwere Beurteilung, die die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes notfalls tatsächlich treffen müssen, um denen, die gerettet werden können, die beste Hilfe zu ermöglichen.

Einsatzstelle

Die Spezialisten des Löschzug Gefahrgut untersuchten die Gefahrstoffe, die das Flugzeug geladen hatte. Es wurden umfassende Messungen durchgeführt und anschließend einige Gefahrstoffe geborgen. Weiterhin wurden einige Verletzte die mit Gefahrstoff in Kontackt kamen dekontaminiert. Insgesamt wurden für diese Aufgaben 4 Trupps unter CSA (Chemikalienschutzanzug) eingesetzt.

Flugzeug
Flugzeug

Der Kreis ist für den Katastrophenschutz verantwortlich, so dass Landrat Gerd Krämer und Kreispräsident Meinhard Füllner sich in Büchen persönliche Eindrücke vom Übungsverlauf verschafften. Insgesamt waren die verantwortlichen mit der Bewältigung des Szenarios zufrieden. Offizielle Beobachter hatten sich Notizen gemacht, die in Nachbesprechungen der Einsatzkräfte thematisiert werden sollen.

 

 

Foto und Text : FF Lauenburg, Timo Jann / Lauenburgische Landeszeitung

 

 

Gemeinsame Übung der Wehren Basedow, Lanze, Buchhorst 11.04.2012

Feuer in Werkstatthalle

Am 11.04.2012 trafen sich die Feuerwehren aus Basedow, Lanze und Buchhorst zu einem gemeinsamen Übungsdienst in Buchhorst. Die Buchhorster Führung hatte eine Brandstellenübung auf dem Gelände der Firma "Kieswerk Menneke" vorbereitet.

Die Übungslage war ein brennender Gabelstapler in einer Werkstatthalle. Es wurde ein Firmenangehöriger vermisst.

Angriffstrupp Buchhorst

Die zuerst eintreffende Feuerwehr Buchhorst setzte nach Eintreffen und Erkundung der Lage einen Atemschutztrupp (PA-Trp) vom LF16/12 zur Brandbekämpfung und Menschenrettung ein.

Der PA-Trp ging mit einem C-Rohr zum Innenangriff vor. Hierbei konnte erneut der Umgang mit dem Schlauchpaket geübt und verbessert werden. Die Brandbekämpfung und Menschenrettung gestaltete sich äußerst schwierig, da in der Halle Nullsicht herrschte.

Wasserförderung offenes Gewässer

Die Besatzung des Buchhorster LF 8 brachte am Kiessee eine Tragkraftspritze (TS) in Stellung und speiste das LF16/12 mit einer B-Leitung ein. Danach bereiteten sie den Einsatz des Druckbelüfters vor.

 

Angriffstrupp Basedow

Nach Eintreffen der Feuerwehr Basedow baute diese umgehend einen zweiten Löschangriff auf. Aufgabe der Wehr war es einen zweiten PA-Trp zur Brandbekämpfung und Menschenrettung einzusetzen und ein zweites C-Rohr zur Kühlung eines am Gebäude stehenden Dieseltanks vorzunehmen. Die Feuerwehr Lanze setzte ebenfalls eine TS am Kiessee ein und baute einen dritten Löschangriff auf. Ein C-Rohr wurde im Außenangriff eingesetzt. Der PA-Trp der Feuerwehr Lanze löste den Buchhorster Angriffstrupp im Innenangriff ab.

Einsatzstellenbelüftung

Um die Sicht im Gebäude zu verbessern schaffte der Lanzer PA-Trp eine Abluftöffnung, so das der Buchhorster Druckbelüfter eingesetzt werden konnte um die immer noch schwierigen Sichtverhältnisse zu verbessern. Kurz nach Einsetzen des Lüfters besserte sich die Sicht rapide und erleichterte die Brandbekämpfung und Menschenrettung immens. Der Lanzer PA-Trp fand die vermisste Person und rettete sie mit einem Bergetuch ins Freie. Der Basedower PA-Trp schloss die Brandbekämpfung ab. Die Übung war um 21:00 Uhr beendet.

Bei der Nachbesprechung waren sich alle Teilnehmer einig das alle Tätigkeiten und das Zusammenspiel der Wehren reibungslos klappte.

 

Vielen Dank an die Feuerwehren Basedow und Lanze für die zahlreiche Teilnahme an der Übung !!

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