In dieser Rubrik werden einige Gerätschaften der Feuerwehr Buchhorst vorgestellt und ihr Verwendungszweck erklärt.
Das Halligan-Tool ist eine besondere Bauform einer Brechstange. In kompakter Form stehen diverse Funktionen unterschiedlicher Handwerkzeuge zur Verfügung. Durch die Kombination mit weiteren Wekzeugen kann sein Einsatzspektrum noch erweitert werden.
Erfunden wurde es in den 1940er Jahren von Deputy Chief Hugh Halligan vom Fire Department New York.
Das Halligan Tool kann z.B. zum Aufbrechen von Türen, Toren oder Schlössern verwendet werden. Es findet Anwendung in der technischen Hilfe, z.B. zum schaffen von Öffnungen bei Verkehrsunfällen, öffnen von Motorhauben nach Unfällen oder Fahrzeugbränden. Weiterhin ist die Nutzung als Festpunkt für den hydraulischen Spreitzer möglich.
Das Halligan Tool ist auf dem LF 16/12 verlastet.
Die Funktion und Trageweise des Feuerwehrleinenbeutels nach Norm lässt bekanntermaßen zu wünschen übrig. Um maximal sicher und effektiv arbeiten zu können, benötigt der Atemschutztrupp beim Innenangriff - wie in der FwDV 1 empfohlen - mehr als nur eine Feuerwehrleine. Der Kombi-Leinenbeutel bietet ein auslaufsicheres Fach für die genormte 30-Meter-Feuerwehrleine und außen liegende Fixierschlaufen für zusätzliche Holster z.B. für eine Brandfluchthaube. Im Reißverschluss-Bodenfach finden eine Endlosschlinge mit Karabinerhaken und Holzkeile zum Festsetzen von Türen oder Ähnlichem Platz für schnellen Zugriff. Der Kombi-Leinenbeutel kann als Hüfttasche vorne am Bauch oder seitlich getragen werden. Der beidseitig zu öffnende, stufenlos verstellbare Dual-Trageriemen ermöglicht auch die Befestigung am PA-Gerät in der klassischen Trageweise.
Die Leinenbeutel sind im Mannschaftsraum des LF 16/12 verlastet.
Der Hochleistungslüfter ermöglicht die effektive Belüftung im Brandfall, um Räume oder Gebäude frei von Rauch, Hitze und Flammen (die gefährlichsten Eigenschaften eines Brandes) zu bekommen. Dadurch werden die Bedingungen der Einsatzkräfte schlagartig verbessert, um gezielter Maßnahmen zur Brandbekämpfung und Menschenrettung durchführen zu können.
Generell können durch die Überdruckbelüftung rasch Räume, Hallen, Produktionsbereiche usw. bei Rauch-, Gas-, Hitze-, Staub- und Feuchtigkeitsentwicklung jeglicher Form belüftet werden.
Der Hochleistungslüfter, angetrieben durch Verbrennungs- oder Elektromotoren, wird im Freien in Stellung gebracht und Frischluft wird ins Gebäude gedrückt. Der entstehende leichte Überdruck setzt die Luftmassen im Gebäude in Richtung einer vorhandenen oder zu schaffenden Öffnung wie Fenster, Rauchklappen u. ä. in Bewegung. Der dadurch entstehende Luftstrom nimmt Rauch, Hitze, Giftgase usw. mit in die Umgebungsluft.
Der Mehrzweckzug / Greifzug ist ein Gerät zum Heben oder Ziehen von Lasten und wird oft von Hilfsorganisationen wie Feuerwehr oder THW eingesetzt. Der umgangssprachliche Name des Mehrzweckzuges rührt vom Herstellerunternehmen, nämlich dem Unternehmen Greifzug GmbH.
Für die Arbeit mit einem Mehrzweckzug wird ein spezielles Stahlseil durch eine Zugvorrichtung gezogen. Durch Vor- und Rückwärtsbewegungen mit einem Bedienhebel (einem Hebelrohr) transportieren zwei Klemmvorrichtungen das Seil durch das Gerät. Je stärker die zu ziehende oder zu hebende Last ist, desto fester ziehen sich die zwei Klemmvorrichtungen zusammen, ein Zurückrutschen des Seils ist also nicht möglich.
Der Mehrzweckzug hat eine Nennkraft von 32kN (3200 kg). Die Zugkraft kann beim Einsatz von einer oder mehreren Rollen verdoppelt oder beliebig erhöt werden (Flaschenzugprinzip).
Der Mehrzweckzug arbeitet in jeder Lage und jeder Richtung mit gleich bleibender Sicherheit, also sowohl waagerecht, als auch schräg oder senkrecht und ist daher vielseitiger einsetzbar als beispielsweise eine fest auf einem Fahrzeug installierte Seilwinde, zumal der Mehrzweckzug in einer Kiste verpackt auch durch unwegsames Gelände an eine abgelegene Einsatzstelle transportiert werden kann.
Hebekissen ermöglichen aufgund ihrer sanften Kraft und ihrer extremen Anpassungsfähigkeit an jede Unebenheit eine materialschonende Bergung von umgestürzten Fahrzeugen. Das Heben bzw. Anheben von dünnwandigen Karosserieteilen sowie die Rettung von eingeklemmten Personen zählen ebenfalls zu den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Hebekissen.
Die Hebekissen verfügen über eine Hubkraft von 9to, haben eine maximale Hubhöhe von 60cm und haben einen Betriebsdruck vo 1bar.
Die Feuerwehr Buchhorst verfügt über 2 dieser Hebekissen.
Mini-Hebekissen werden zum Anheben sehr schwerer Lasten und zur Rettung eingeklemmter Personen eingesetzt. Sie zeichnen sich durch ihre geringe Einschubhöhe von lediglich 25mm und Robustheit aus.Dabei sind die aramid-verstärkten Kissen enorme Kraftpakete und halten großen Belastungen stand: ihre Hubkraft reicht von 3 bis 24 Tonnen pro Kissen. Der Betriebsdruck beträgt 8bar. Das geringe Gewicht lässt Sie im Notfall schnell & flexibel reagieren.
Die Feuerwehr Buchhorst verfügt über 3 Mini-Hebekissen die in Form und Größe variieren.
Motorsägen kommen überwiegend bei Unwetterschäden zum Einsatz. Sie werden zum Beseitigen und Zerkleinern umgestürzter Bäume verwendet. Weiterhin werden Motorsägen bei Bränden, beispielsweise zum öffnen von Zwischendecken, verwendet.
Die Feuerwehr Buchhorst verfügt über 2 Motorsägen der Firma Stihl, eine Säge mit 5,2PS und 40cm Schnitttiefe, die zweite Säge mit 6,1PS und mit 50cm Schnitttiefe.
Tauchpumpen kommen bei der Feuerwehr in den meisten Fällen zum Lenzen von vollgelaufenen Kellern oder Gebäudeteilen zum Einsatz. Über einen C-Kupplungsabgang wird das Wasser abgeführt. Sie wird elektrisch über das Notstromaggregat betrieben. Die Pumpe verfügt über eine maximale Fördermenge von 32m³/h.
Das Notstromaggregat dient zur Erzeugung von elektrischer Energie, um beispielsweise Flutlichtstrahler zum Ausleuchten der Einsatzstelle oder die Tauchpumpe zu betreiben. Es wird eine Ausgangsleistung von 8 kVA erzeugt.
Beide Löschfahrzeuge der Feuerwehr Buchhorst verfügen über ein solches Aggregat.
Das AUER EX-OX-Meter II ist ein Handmeßgerät zur gleichzeitigen Überwachung und Meßung von brennbaren Gas- oder Dampf-Luft-Gemischen und Sauerstoff. Es kommt hauptsächlich in Bereichen wo Explosionsgefahr besteht oder Sauerstoff verdrängende Gase austreten zum Einsatz.
Das Meßgerät wird in kürze ersetzt.
Bei der Tragkraftspritze handelt es sich um eine TS 8/8 der Firma Rosenbauer des Typs Fox. Die Pumpe hat einen Nennförderstrom von 800L/min bei 8 bar Ausgangsdruck. Sie dient damit zur Wasserförderung bei Brandeinsätzen. Die Pumpe kann von 4 Feuerwehrmännern/frauen getragen werden. Sie ist damit sehr flexibel einsetzbar. Sie dient vorzugsweise zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern. Die TS 8/8 ist auf dem LF 8 verlastet.
Auf modernen Feuerwehrfahrzeugen werden anstelle von C-Schlauchhaspeln vermehrt sogenannte Schlauchtragekörbe mitgeführt.
Ein Schlauchtragekorb fasst in der Regel drei C-Schläuche mit je 15 Metern Länge, die in Buchten verstaut sind. Die Schläuche können durch eine Öffnung einfach herausgezogen werden und lassen sich bequem während des Laufens auslegen. Während die etwas unhandliche Haspel immer zu zweit vorgenommen werden musste, kann nun ein einziger Feuerwehrangehöriger problemlos zwei Schlauchtragekörbe tragen. Er kann somit alleine auf ein Mal bis zu sechs C-Längen, also 90 Meter Schlauch verlegen. Insbesondere die Vornahme einer Schlauchleitung in engen Treppenhäusern o. ä. ist mit Schlauchtragekörben wesentlich einfacher möglich als mit einer Schlauchhaspel.
Das Hydroschild (auch Wasserschild) ist eine Armatur der Feuerwehr zum Schutz gefährdeter Objekte.
Das Hydroschild besteht aus einem Metallrohr, an welchem an einer Seite zur Wasserzufuhr eine C- oder B-Kupplung und an der anderen Seite eine unten flache und oben abgerundete Metallplatte angebracht ist. Zur einfacheren Handhabung ist das Hydroschild mit einem Tragegriff versehen.
Nachdem das Löschwasser auf die Metallplatte trifft, erzeugt es je nach Wasserdruck, Gerätetyp und Wasserdurchflussmenge (800-1800 l/min) eine bis zu 10 Meter hohe und 30 Meter breite Wasserwand.
Das Hydroschild wird durch den Wasserdruck auf den Boden gepresst, so dass es seine Lage während des Betriebs nicht verändern kann. Dadurch bietet das Hydroschild einen weiteren Vorteil für die Feuerwehr, es wird nämlich am Hydroschild kein Personal benötigt. Nachteil ist der relativ hohe Wasserverbrauch.